Zwar berichten schon alte Schriften von fastnacht- lichem Brauchtum in Bad Driburg um das Jahr 1656, dennoch gingen fast 300 Jahre ins Land, ehe 1946 einige Bad Driburger Bürger beschlossen, einen Karnevalsverein ins Leben zu rufen.
Besonderen Anteil an dieser Vereinsgründung hatte Fritz Pötschke. Als ausgebombter Rheinländer wurde er durch die Kriegsereignisse aus seiner Heimat verschlagen und gelangte in den letzten Kriegstagen hier in Bad Driburg in Gefangenschaft, um sich dann nach seiner Entlassung in Bad Driburg ansässig zu machen.
Er trat als Kriegsbeschädigter einer Kriegsbe- schädigtenorganisation bei. In diesem Kreis zog er aus eigener Initiative und mit eigenen spärlichen Mitteln um die Karnevalszeit - klein, aber fein! - |
karnevalistische Veranstaltungen auf. Man gab dieser Gemeinschaft einen dem Rahmen noch würdigen Namen: man nannte sich die "Rot Weißen Funken des VDK, Bad Driburg". Unterstützung irgendwelcher Art standen dem Gründer nicht zur Verfügung, bis sich im Laufe der Jahre ein gebürtiger Driburger bereit erklärte, den Gründer zu unterstützen, hatte es sich doch herumgesprochen, wie beliebt die Veranstaltungen der fröhlichen und nie verzagenden Menschen geworden waren.
Dieser Freund der Gesellschaft stiftete für einen etwaigen ersten öffentlichen Prinz Karneval eine Prinzenkette und für alle Funken auch die entsprechende Kopfbedeckung (allerdings bescheiden: in Papierausführung)! Der Freund und Gönner erklärte sich sogar bereit, dem ersten Prinz Karneval in Bad Driburg für die Karnevalstage ein Prinzenkostüm zu entleihen aus dem Kostümverleih Martin Filter, Paderborn. |