Kostümsitzung: In Bad Driburg läuten die Jecken die heiße Phase der Session ein. Das Bühnenprogramm hat manche Überraschung zu bieten

Bad Driburg (sr). Es war ein Abend ganz nach dem Gusto der badestädtischen Tollitäten: „Geschmackvoll und facettenreich“ feierten die fantasievoll verkleideten Närrinnen und Narrhalesen auf der großen Kostümsitzung für Jedermann. Genauso hatten es sich Prinz Michael I. „der herzhaft Umsorgende“ und Prinzessin Christina I. „die fürsorglich Strahlende“ schon zu Beginn ihrer närrischen Regentschaft gewünscht.
Das Rezept der Rot-Weißen Garde für den Gala-Abend im Schützenhaus ist erprobt und bewährt. Man nehme eine große Portion närrischen Frohsinns, füge eine Prise Spaß und Spannung hinzu, würze das Ganze mit einem guten Schuss Herzblut und Humor und rühre dann unter ständigem Schunkeln kräftig um – fertig ist die brodelnde Mischung.
Unverzichtbare Grundzutaten des Familienrezepts der Bad Driburger Karnevalsgesellschaft mit Herz sind stets die Marsch- und Showtänze der Kinderprinzen-Ehrengarde, der Tanz- und Prinzengarde, des Tanz-Duos Lea Dück und Pia-Marie Robeiro, der Stadtgarde und der Glamour-Girls, allesamt Eigengewächse des Vereins. Angereichert wird das Bühnenprogramm traditionell mit weiteren heimischen und überregionalen Akteuren.
Mit dabei waren in diesem Jahr die „12 Tornados“ aus Alhausen, Rainer Pirsig in der Bütt, Bauchredner Minze und sein sprechender Esel Heiner, das deftige Duo Ron und Jon aus Holland und als Überraschungsgäste die KG Fidele Geister aus Niederaußem-Auenheim mitsamt Tanzgarden und Dreigestirn. Mit der Karnevalsgesellschaft aus dem Rheinland, deren Vereinsfarben ebenfalls Rot und Weiß sind, verbindet die Bad Driburger Karnevalisten eine langjährige Freundschaft.
Da war es Ehrensache, dass die Stadtgardisten beider Gesellschaften eines der närrischen Gebote des amtierenden Prinzenpaares gemeinsam erfüllten: Den rheinischen und den ostwestfälischen Karneval auf eine Bühne zu bringen und tänzerisch zu repräsentieren. Spätestens beim Stippeföttche hielt es niemanden im Saal noch auf seinem Stuhl. Mit stehenden Ovationen feierten die Jecken die Akteure auf der Bühne, die rot-weiße Freundschaft und das Leben.

Autor Silke Rietmüller